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Modernisierung der Studiotechnik als Investition in die Zukunft

Modernisierung der Studiotechnik als Investition in die Zukunft - Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Durch eine Runderneuerung der Medientechnik im Fachbereich EMT in Sankt-Augustin schafften wir hervorragende Voraussetzungen für die Studierenden der nächsten Jahre.

In den Semesterferien im Sommer 2018 starteten nach langer Vorplanung die umfangreichen Umbaumaßnahmen mit dem Abriss der alten Studioeinrichtungen, die nach 18 Betriebsjahren von uns durch moderne Technik und ein ansprechendes Ambiente ersetzt werden sollten. Nach gründlicher Renovierung und vereinzelten baulichen Anpassungen erstrahlen die alten Räume heute im neuen Glanz. Seitens der Schule wurde dabei auch auf Barrierefreiheit im Bereich der Regie Wert gelegt; eine mobile Rampe kann hier in kürzester Zeit montiert werden.

Learning by doing - ein Motto, das wir technisch umgesetzt haben

Mit unserer modernen Ausstattung können sowohl die Studierenden des Studiengangs Visuelle Technikkommunikation als auch diejenigen, die als Technikjournalisten ihren Abschluss machen wollen, das in den Vorlesungen theoretisch Erlernte in die Praxis umsetzen. Dafür schafften wir eine technische Infrastruktur zur Erstellung eigener Video-Projekte oder der Produktion ganzer Live-Sendungen sowohl im Radio- als auch im Fernsehbereich. So können nicht nur der Umgang mit dem professionellen Equipment, sondern auch die Abläufe der Produktionen erlernt werden.

Der Fachbereich bietet die Möglichkeit zur Ausleihe von EB-Equipment, damit die Studierenden eigenes Material drehen und anschließend in das zentrale File Storage-System Elements von Syslink einladen können. Alle abgelegten Dateien können von Studierenden und Lehrkräften an sieben identisch aufgebauten Video-Schnittplätzen und zwei Edit-Suiten zu jeder Zeit aufgerufen und mit einer Edius-Schnittsoftware bearbeitet werden. Dazu richteten wir noch zwei Audio-Workstations ein. Das Elements hat eine Kapazität von 96 Terabyte und bietet mehrere Raid-Sets zum größtmöglichen Schutz gegen Datenverlust.

Im zentralen Geräteraum sind die Geräte verbaut, die sehr laut sind oder eine hohe Wärmelast mit sich bringen. Dazu zählen das Elements, der Tricaster VMC-1 von NewTek mit zwei I/O-Modulen NC-1 und die Platinum-Videokreuzschiene. Außerdem findet man dort die Kommando-Anlage TNG-200 von Riedel, die zentralen Takt- und Timecode-Generatoren sowie diverse Steckfelder und Netzwerk-Switches.

Audiosignale werden zwischen den Räumen nicht mehr über analoge Wege übertragen, sondern über ein Dante-Netzwerk. Audio-Workstations und Audiomischer sind mit entsprechenden Schnittstellen ausgestattet. Ist dies nicht der Fall, kommen RIO-Interfaces von Yamaha zum Einsatz. Diese finden sich im Videostudio, im Newsroom, im zentralen Geräteraum, in der Audioregie und im AV-Labor. Gesteuert wird das Dante-Netzwerk mit der Dante-Controller-Software der Firma Audinate, die den Dante-Bus auch entwickelt hat. Die Kommunikation zwischen den Räumen wurde mit einer Tango-Kommandoanlage von Riedel realisiert. Daran angeschlossen sind mehrere Sprechstellen und die Kameras.

Schalten und walten in der Videoregie

Herzstück und Schaltzentrale der Videoregie ist der Tricaster VMC-1 von Newtec. Dessen große 4-Stripe-Bedienkonsole ist der Blickfang auf dem Regietisch. Die 55“-Displays an der Wand neben dem Fenster zum Studio zeigen die Bilder der drei über SMPTE-Kabel angeschlossenen Studio-Kameras von JVC, sowie der Zuspieler und der Arbeitsoberfläche des Videomischers. Sämtliche HD-SDI-Signale werden über eine Platinum-Videokreuzschiene von Imagine geschaltet. Das Einstellen der Kamera-Bilder erfolgt über die Kamera-Remotes. Die Bearbeitung der Audiosignale aus dem Studio erfolgt am Audiomischer QL-1 von Yamaha, übertragen über Dante. In zweiter Reihe gibt es neben einem Redakteurs-Platz einen Laptop zur Bedienung des Teleprompters. Dort lässt der Operator den Text durchscrollen, den der Moderator im Studio ablesen soll. Über einen rollbaren Studiomonitor sieht der Moderierende zudem das Programmbild. Damit die Protagonisten im Studio ins rechte Licht gerückt werden können, installierten wir ein motorisiertes Traversen-System für die diversen Scheinwerfer und LED-Panels. Die Leuchten sind mit DMX über ein Lichtpult steuerbar. Das Set bietet als Besonderheit einen GreenScreen-Bereich, wodurch wir die Videoregie perfekt abrunden konnten.

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Redaktion und Reportage

Zusätzlich richteten wir den Newsroom neu ein. Dieser dient als Lehrredaktion für die Studierenden und bietet zusätzlich eine TV-Kabine mit GreenScreen und zwei PTZ-Kameras, um Live-Schaltungen zu simulieren. Die Kameras werden von der Videoregie aus gesteuert; ihre Signale können über die Platinum-Videokreuzschiene geroutet werden. Zudem gibt es auch hier zwei Schnittplätze, montiert auf ergonomisch höhenverstellbaren Arbeitstischen.


Mal Radio, mal Nachvertonung – alles ist möglich

Die Audioregie ist für einen dualen Betrieb ausgelegt: Zum einen ist die Produktion einer Radiosendung als Selbstfahrer mit dem Audiomischpult 52-XS von DHD ebenso machbar wie eine Sendung mit einem Gast in der Regie oder mehreren Gästen im Audiostudio. Ablauf und technische Möglichkeiten entsprechen dabei absolut der alltäglichen Praxis beim Radio. Das betrifft die Playlist der Musiktitel, die gespielt werden sollen, sowie das Einspielen von Jingles, CDs und vorproduzierten Beiträgen. Über Dante kann das Pult ebenfalls Quellen verarbeiten und einzelne Stücke oder ganze Sendungen ausspielen. Dabei steuert das DHD-Pult diverse Komponenten wie Rotlicht, Lautstärke der Kopfhörer und Stummschaltung von Mikrofonen.

Von der Nachvertonung von Filmbeiträgen über die Aufnahme von Hörspielen oder musikalischen Beiträgen bis zu Gesprächsrunden mit mehreren Teilnehmern ist im Aufnahmestudio alles möglich. Mikrofon- oder Line-Signale können über ein Fireface der Firma RME einer Audio-Workstation zur weiteren Bearbeitung zugeführt werden, die zusätzlich mit einem Nucleus-Audiomischer von SSL gekoppelt ist. Ein RIO-Interface mit Dante-Anbindung bietet zusätzliche Anschlussmöglichkeiten für externe Geräte oder Signale. Die Produktion komplexer Musikstücke ist ebenso realisierbar wie die Soundbearbeitung von Hörspielen oder die Erstellung von 5.1-Surround-Abmischungen. Mit einer 5.1-Surround-Abhöreinheit lässt sich dann das Ergebnis begutachten. Auch die Audioregie ist an das Elements angebunden.

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Audiovisuelles Labor

Des Weiteren richteten wir das AV-Labor neu ein, welches Platz für Schulungen, Präsentationen und Besprechungen von Projekten bietet. Durch die spezielle Raumakustik eignet es sich hervorragend für die Audio-Nachbearbeitung und die Aufnahme von Sprache und Geräuschen. Daher ist das AV-Labor wie die Audioregie ebenfalls mit einer Audio-Workstation, einem Fireface von RME, einem Nucleus-Audiomischpult von SSL sowie einer 5.1-Surround-Abhöreinheit ausgestattet. Zusammen mit dem HD-Projektor und einem Bluray-Player lassen sich fertige Beiträge oder Filme begutachten. Auch hier gibt es ein RIO-Interface für externe Audio-Signale. Dies können beispielsweise Ton-Generatoren oder Audio Messgeräte sein.

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Einen regelrechten Stresstest führten Ende 2019 im Zuge einer Kooperation mit der Deutschen Welle circa 30 Schüler der DW-Medienakademie durch: nahezu alle Systeme und Räume wurden gleichzeitig von ihnen genutzt. Alles funktionierte perfekt und sowohl die Gäste als auch die Mitarbeiter der Hochschule waren rundweg von der neuen Technik begeistert.


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